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Presseberichte 2008 - 2009
OSTERMARKT 2010:
"Wenn kein Ei dem anderen gleicht ..."
Ein toller Bericht von Mathias Simon über den Ostermarkt 2010 auf Burg Ludwigstein, nachzulesen in markt-spiegel-online.de! (05.03.2010)
ADVENT auf der BURG 2009:
53. EUROWOCHE 2009:
OSTERMARKT 2009:
ADVENT auf der BURG 2008:
52. EUROWOCHE 2008:
OSTERMARKT 2008:
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Europa tanzte den Walzer
300 Menschen kamen zur Abschlussveranstaltung der 52. Europäischen Jugendwoche
von Martin Schülbe BURG LUDWIGSTEIN.
Mit einer Eurokirmes klang am Samstag die 52. Europäische Jugendwoche aus. Knapp 300 Besucher sahen die Vorführungen der 180 Folkloristen aus Bulgarien, Griechenland, Lettland, Mexiko und Deutschland. Allesamt dürften sie der Gänsehaut nicht entgangen sein, als Kinder ganz am Ende die Europaflagge zur Bühne trugen: "Viva Europa", sang man dazu, "Viva Burg Ludwigstein."
Erstmals waren - aus Mexico - auch außereuropäische Gäste dabei, was zukünftig öfter vorkommen soll, wie Maike Lenz andeutete: "Ich würde mir das sehr wünschen", sagte die zweite Vorsitzende des Arbeitskreises Europäische Jugendwoche, "Nach derzeitigem Planungsstand werden wir im nächsten Jahr Gäste aus Israel haben."
Seit Montag gestaltete jedes Gastland einen Tag; es wurde gemeinsam gewerkelt, getanzt und musiziert. Welche Stimmung herrschte, wollte man mit der Eurokirmes dem Publikum zeigen: "Wir hoffen, dass die Besucher etwas von dieser Stimmung spüren", kommentierte der Arbeitskreisvorsitzende Norbert Gorldt. "Zu sehen ist, was Leute auf die Beine stellen können, die sich erst fünf Tage zuvor kennengelernt haben." Ein Beispiel für "auf die Beine stellen" war ein multinationales Jugendorchester, das in der Pause mit Bach, Queen und anderen Ohrwürmern unterhielt. Davor und danach standen die Musiker mit ihren tanzenden Landsleuten auf der Bühne, in Trachten, die sich in ihrer Prächtigkeit überboten - die Besucher kamen mit dem Fotografieren kaum nach.
"Unser kreatives Arbeiten wird schon dadurch gefördert, dass wir bei der Jugendwoche so eng beieinander leben", erklärte Lenz. "Burg Ludwigstein ist dann ein richtiger Mikrokosmos." Auf die Frage, wie die von Gorldt erwähnte Stimmung denn sei, fasst sie zumindest die Stimmung der Kirmes in Worte: "Gelöst."
Nacheinander wurden am Ende die fünf Nationalflaggen von Gästen und Gastgeber eingeholt, begleitet vom Orchester und einem ebenso multinationalen Chor. Da fehlte auch das "Auld Lang Syne" nicht, das einen automatisch an Abschied denken lässt, aber - in aller Fröhlichkeit auf ein mögliches Wiedersehen - auch der "Schneewalzer". Dazu schunkelnd und tanzend ging man auseinander.
HINTERGRUND
Die Europäische Jugendwoche
Seit 1953 wird die Europäische Jugendwoche ausgerichtet, zu der bislang geschätzte 8000 Teilnehmer aus fast allen Ländern Europas zur Burg Ludwigstein gekommen sind. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind längst selbst international: Laut der Aufzählung eines Mitglieds kommen sie aus Polen, Dänemark, Niederlande, Belgien, Frankreich, Portugal, Lettland, Schweiz und Deutschland. Im Internet hält man eine umfassende Dokumentation zur Veranstaltung bereit: www.eurowoche.org. (yms)
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Tanz und Akrobatik
Die Gruppe "Rouschoukleeche" ist bei der Europäischen Jugendwoche zu Gast
von Sascha Kristin Futh BURG LUDWIGSTEIN.
Der erste Länderabend bei der Europäischen Jugendwoche auf Burg Ludwigstein war am Montag ein Fest des Sommers: Bei lauen Temperaturen bis spät in die Nacht entfaltete die Folkloregruppe Rouschoukleeche aus Bulgarien ein tolles Schauspiel aus Temperament und Farbenfreude. Dabei zeigten die Frauen und Männer, dass sie nicht nur singen und tanzen können, sondern stückweit auch Akrobaten sind. Es gab stürmischen Applaus des Publikums. Heute Abend ab 20 Uhr stellt sich die lettische Gruppe vor. Am Donnerstag folgen die Griechen. Der Eintritt zu den Länderabenden ist übrigens frei. Ein Gastspiel der Euro-Tänzer auf der Freilichtbühne in Fürstenhagen (19 Uhr) und die Abschlussveranstaltung am Samstagnachmittag in den Mauern der Burg Ludwigstein bilden das Finale der 52. Begegnung Europäischer Jugend. Siehe auch Bericht im Innern des Lokalteils. (wke)
Foto: Sascha Kristin Futh

Bunte Trachten und Tänze, die kleine Geschichten erzählen: Die Tanzgruppe "Rouschoukleeche" aus Bulgarien zeigte beim Abendprogramm der 52. Europäischen Jugendwoche traditionelle Tänze aus Bulgarien.
Bei der Europäischen Jugendwoche treffen sich noch bis Samstag Jugendliche, die Tanzbegeisterung für Folklore verbindet. Tagsüber nehmen die 180 Jugendlichen aus Bulgarien, Mexiko, Deutschland, Lettland und Griechenland an Workshops teil und abends zeigt eine Gruppe, was sie tänzerisch zu bieten hat.
Am Montag Abend zeigten die Jugendlichen aus Ruse in Bulgarien ihr Können. Vor fünf Jahren waren sie schon einmal bei der Europäischen Jugendwoche gewesen. Nun hatten sie jedoch viele neue Tänzer im Alter von 16 bis 30 Jahren mitgebracht.
Die 26 Tänzer und vier Musiker präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit langsamen, leisen und schnellen Tänzen. Einige Tänze erzählten kleine Geschichten, etwa über das Verhältnis von Mädchen und Jungen oder zeigten, wie ein Junge von einer Gruppe Mädchen abgewiesen wird.
Dabei stellte die Gruppe Tänze aus verschiedenen Regionen Bulgariens dar und die Tänzer waren dabei immer in der traditionellen Tracht dieser Region gekleidet. Einige der Darbietungen beruhen auf 1300 Jahre alten Tänzen, andere waren wiederum modern.
Begleitet wurde die Gruppe von Musikern, die auf traditionellen bulgarischen Instrumenten auch Lieder zum Besten gaben. Die Folkloregruppe "Rouschoukleeche", deren Name an den alten Namen der Stadt Ruse angelehnt ist, gibt es bereits seit 1938.
Da die Gruppe in Bulgarien bekannt ist und oft an Wettbewerben teilnimmt, macht sie jedes Jahr Reisen in andere Länder. In Bulgarien besteht die Gruppe aus etwa 150 Tänzern im Alter zwischen sechs und 30 Jahren, die in insgesamt vier Altersgruppen eingeteilt sind.
Etwa 30 bis 40 Tänze werden in der Gruppe geübt, von denen sie allerdings bei der Europäischen Jugendwoche nur einen Teil präsentieren konnte. (wke)
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Zart und wunderschön
Beim Ostermarkt auf der Burg gab es kunstvoll gestaltete Eier aus aller Welt zu sehen
von Kathrin Bretzler BURG LUDWIGSTEIN.
Die meisten Exponate brachte sie von ihren Reisen mit. Die folkloristische Eierreise führte Besucher unter anderem nach Tschechien, Polen, Rumänien, Ungarn, China, Russland, Afrika, Kaschmir, Australien sowie in die Niederlande, die Ukraine, die Slowakei und in die Türkei.
"Nicht anfassen!" Das war neben "Oh schau' mal, wie schön" der meistgehörteste Satz in der internationalen Eierausstellung während des Ostermarktes auf Burg Ludwigstein. Denn die bunte runde Pracht reizte so manchen, die Hand auszustrecken und mit den Fingern die filigranen Motive zu berühren.
Mittendrin in hunderten liebevoll präsentierter Kunsteier stand Sammlerin Ulrike Schmidt und wachte mit Argusaugen über ihre Schätze. Zu Recht, denn viel hat sie im Laufe der vergangenen 20 Jahre zusammengetragen. Seit 1985 sammelt Ulrike Schmidt künstlerisch gestaltete Eier und Volkskunst aus aller Welt.
Gern berichtet Ulrike Schmidt Gästen von ihren Lieblingsstücken. "Das ist was ganz Besonderes", sagt sie und zeigt auf ein Straußenei. Gemalt in Russland zeigt es eine ganze Märchenlandschaft. Zarte Mädchen mit Blumenkränzen im Haar tanzen in langen Kleidern einen Reigen auf freier Wiese. "Und das, das ist auch etwas ganz Besonderes!" Sie zeigt auf das reich mit Perlen und goldenen Ornamenten verzierte Dreifaltigkeits-Ei. Das in Tschechien gefertigte Oval zeigt drei religiöse Bilder, für die in der christlichen Theologie angenommene Einheit der drei Personen des göttlichen Wesens, Vater, Sohn und heiliger Geist.
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Etwas ganz Besonderes sind aber auch die Eier aus Hessen. "Schau'n Sie, das ist was ganz Feines", sagt Ulrike Schmidt. Ihre Begeisterung ist richtig ansteckend. In die Schale ritzten Künstler zarte Ranken und Blüten, die sie hinterher einfärbten, damit sie auf der weißen Schale gut zur Geltung kommen.
Wunderschön. Doch wer die Hand ausstreckt, muss sich vorsehen: "Nicht anfassen, bitte!"

Pinseln, bohren, niemals zittern
Beim Ostermarkt auf der Burg zeigten Eierkünstler, wie sie das zerbrechliche Oval verzieren
 Foto: Bretzler
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Eine richtig runde Sache
Eier, soweit das Auge reichte, von Hühnern, Gänsen, Singvögeln, aber auch Straußen, Emus und vielen anderen gab es am Wochenende auf Burg Ludwigstein zu sehen. Über 2000 Besucher kamen zum Ostermarkt und staunten über den wunderbar dekorierten Osterbrunnen (im Bild) und über die filigranen Arbeiten, die viele Künstler mit ruhiger Hand und harter Feder auf die empfindlichen Schalen zauberten. An Motiven war alles dabei, von Tieren über Ornamente, Schriftzeichen, Ranken, Blumen, bis hinzu Porträts von Menschen und Stadtansichten. Doch nicht nur Eier waren im Angebot, sondern auch viele Osterhasen und österliche Dekorationsartikel aus vielen Materialien. Besonders beliebt waren Keramik- und Holzarbeiten, aber auch schöne Dinge aus Stoff und Stroh gab es zu bewundern. Eine Sonderseite mit vielen Bildern vom Ostermarkt finden Sie auf unserer Lokalseite 3.
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von Kathrin Bretzler BURG LUDWIGSTEIN.
Christa Löwer braucht keinen Pinsel für ihre besondere Kunst. Mit einer Stahlfeder, einem Zahnarztbohrer und schwarzer Tinte rückt sie der empfindlichen Eierschale zu Leibe. Mit ruhiger Hand, Stunde um Stunde, schneidet sie filigrane Loch-Muster in die Hülle und pinselt Buchstaben in der alten Sütterlinschrift.

Sie ist eine von vielen erstaunlichen Künstlern, die beim Ostermarkt auf Burg Ludwigstein zeigten, was auf und sogar im Ei alles möglich ist. Denn Christa Löwer nutzt nicht nur die äußere Schale, sondern bemalt per Lupe auch die feine Eierhaut im Innern. "Das ist das Schwerste", sagt sie. "Oft piekst man sie an und dann verläuft darunter alles schwarz."

Vor 20 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft und malte das Portrait ihrer Tochter auf das Oval. Heute haben ganze Stadtansichten, Krippen, Gedichte und Verse auf ihren Eiern Platz. Einen realen Stundenlohn kann sie für ihre Werke nicht verlangen.
20 bis 30 Euro kostet ein in zehn Stunden Arbeit entstandenes Künstler-Ei, von zehn zerbrechen im Durchschnitt vier. "Leben kann ich von dem Späßchen also eher nicht - aber ich liebe mein Hobby!"

Über 2000 Menschen drängten sich am Wochenende in den Gängen der Burg und bestaunten Hühner-, Gänse-, Emu- und Straußeneier mit unterschiedlichsten Motiven. So zierten sie neben Blumen, Ranken und Ornamenten sogar Pinguine, Elefanten, Geflechte aus Draht und glitzernde Strass-Steine, Bauernhoflandschaften und Hasenschulen wie im Bilderbuch.

Ein Blickfang waren auch die handgefertigten Dekorationen aus Ton, Keramik, Holz, Glas und Stroh. Ob Fensterbild, Blumenstecker, Servietten, Grußkarten oder Körnerkissen: Neben Osterhasen standen vor allem Hühner und Küken in allen Farben und Formen sowie Blumen und religiöse Darstellungen wie Kerzen und Christusbilder hoch im Kurs.

Alle Preise selbst gebastelt
Auch eine Tombola mit vielen hundert Preisen organisierte der Arbeitskreis Europäische Jugendwochen. "Alle Gewinne sind selbst gebastelt", berichtet Sybille Dülfer. Während ihr Favorit ein fein mit auf Papier gemalten Landschaften beklebtes Tablett ist, hat Kollegin Katrin Oertel sich schon lange für den Gartenzwerg mit Blumentopf entschieden. Mitnehmen wollen aber beide nichts. "Für uns ist es das größte Geschenk, wenn wir alle Lose zum Wohle der Jugendwoche verkaufen und kein Preis stehen bleibt."
In der Osterhasen-Werkstatt toben sich derweil die Kinder an den Malkästen aus. Viele ausgeblasene Eier, Pinsel und Farben liegen bereit. Konzentriert ging die fünfjährige Marlene Emilius zu Werke. Nicht eines ihrer Eier ging kaputt, alle werden zu Hause den Osterstrauch zieren.

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