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+++EUROWOCHEN-ARCHIV: PRESSE+++
Presseberichte 2001 - 2003
ADVENT auf der BURG 2003:
50 JAHRE EUROWOCHE 2003:
OSTERMARKT 2003:
ADVENT AUF DER BURG 2002:
EUROWOCHE 2002:
OSTERMARKT 2002:
ADVENT auf der BURG 2001:
EUROWOCHE 2001:
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45. EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE AUF BURG LUDWIGSTEIN.
Zum 45.Mal trafen sich junge Menschen unterschiedlicher Nationalität zur Europäischen Jugendwoche auf Burg Ludwigstein. Viel hat sich seit dem 1. Treffen dieser Art zu Beginn der 50er Jahre hier geändert, letztlich zum Guten, wie wir - traurigen aktuellen Erfahrungen hier und da zum Trotz - sagen dürfen. Die Überwindung äußerer und innerer Grenzen - das ist das Erlebnis, dessen wir, alt und jung, in diesen Jahren erleben durften. Daraus erwächst uns die Aufgabe und Verpflichtung für die Zukunft: Frieden und Freiheit sind nicht umsonst zu haben, man muss in sie investieren.
Die Europäische Jugendwoche leistet daher einen gar nicht hoch genug zu schätzenden Beitrag zur Völker-Verständigung in Europa und dient damit dem Frieden.
Vor allem sollte hervorgehoben werden, dass hier jeder ehrenamtlich arbeitet, aus der Idee heraus, Menschen aus verschiedenen Ländern bei Musik und Tanz zusammenzubringen, ohne einen Pfennig dafür zu bekommen!
"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen von Antoine de Saint-Exupéry. "Aber die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen, sie kaufen alles fertig in den Geschäften. Da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"
Begegnungen gerade zwischen jungen Menschen öffnen die "Herzensaugen"
und verhindern damit Feindschaften. Und nichts ist wichtiger in
einem vereinten Europa, als Verständnis füreinander zu haben und
so Freundschaften zu schließen.
Dass die Burg Ludwigstein Gastgeberin für diese Jugendwochen sein kann, war durchaus nicht immer ohne Probleme. Die jährliche Finanzierung der Veranstaltung musste immer wieder neu gesichert werden. Hier soll der Ausdauer von Hella Heynmöller gedacht werden, die nicht müde wurde, ihre ganze Kraft dafür einzusetzen.
Als dann 1980/81 Spannungen auftauchten zwischen dem Veranstalter, der Vereinigung Burg Ludwigstein und den Organisatoren, schien das Ende der Euro-Wochen gekommen. Doch der "Geist" der Europa-Wochen war so stark, dass sich in aller Eile Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden, die einen Verein gründeten, um diese einmalige Veranstaltung der europäischen Verständigung fortzuführen. Heute sind viele Menschen aus ganz Europa Mitglied in dem Arbeitskreis und sie werden (ehrenamtlich!)dafür sorgen, dass es auch in Zukunft diese Wochen auf dem Ludwigstein geben wird. Gerade Burg Ludwigstein ist doch ein hervorragendes Beispiel von Miteinander über die Grenzen hinweg, das sich auch schon vor der Wende und der EU soviel Durchlässigkeit und Gemeinschaft eröffnete, das Jugend zusammenführte ohne Schranken und so kam es zu den ersten Begegnungen mit Gästen aus Osteuropa, vor allem aus der damaligen Tschechoslowakei und aus Polen.
Sybille Gath
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BARBARA FISCHER ERZÄHLT ÜBER IHR MITWIRKEN AUF DER "BURG"
Meine 1. Begegnung mit Hella Heynmöller, der Gründerin, war am 4.8.1974, als sie meine Ballettgruppen für eine Sondervorstellung nach Burg Ludwigstein verpflichtete. Sie erzählte mir anschließend viel von der Europäischen Jugendwoche und lud mich ein, mir alles anzusehen. Ich wurde neugierig und war anschließend begeistert von ihrer Idee der Völkerverständigung. Ja, und dann kam Hella erneut auf mich zu und bat mich, während der Eurowoche einen Stepp-Kurs zu leiten. Steppen ohne Spezialschuhe? Nur so? Und das in nur 5 Tagen? Aber Hellas unnachahmliche Überredungskunst überzeugte mich, und ich sagte zu.
Mit Freude erkannte ich, dass es richtig war, dieses Angebot anzunehmen, denn die Begeisterung und das Engagement der europäischen Jugend hat sich in all den Jahren nicht geändert. Ich erlebte und erlebe auch heute noch mit den jungen Menschen so viel positive Dinge, die ich nicht mehr missen möchte. Dazu die herrliche Lage von Burg Ludwigstein, der richtige Ort als Begegnungsstätte der europäischen Jugend. Da werden Kontakte geknüpft (es gab sogar Hochzeiten), die mit gegenseitigen Besuchen weitergeführt werden und oft ein Leben lang halten.
Seit 25 Jahren bin ich nun dabei, und ich möchte allen wünschen, dass es für die nächsten Jahre weiterhin möglich ist, diese Form der Völkerverständigung zu erhalten und zu vertiefen.
Barbara Fischer, Kassel
Arbeitsgemeinschaften:
Europäische Gesprächsrunde, Stepp- und Musical-Dance, Volkstanz, Chor, Orchester, Weben, Puppenbasteln, Jonglieren -all das wird organisiert und veranstaltet von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die zum Teil ihren Urlaub bzw. Ferien dafür opfern!
Ins Leben gerufen wurde dies alles von Frau Hella Heynmöller, einer Lehrerin aus Gudensberg, und nach ihrem Tod hat ihr Neffe, Hartmut Reiße, den Vorsitz des Vereins übernommen.
Um es zu ermöglichen, dass auch in den kommenden Jahren diese Europäische Jugendwoche stattfinden kann, veranstaltet der Verein einen Ostermarkt und einen Adventsmarkt am 8.und 9.Dezember 2001.
Sie werden dort landestypische Geschenke, alles in Handarbeit gefertigt, finden, sie können eine märchenhafte Stimmung in Weihnachts-Atmosphäre genießen, vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere an seine Kinderzeit, als alles noch ein märchenhaftes Weihnachten gewesen ist!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
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EIN TAG AUF BURG LUDWIGSTEIN - INTERNATIONALE JUGENDWOCHE VOLKSTÄNZE AUS MAZEDONIEN, FRANKREICH, POLEN UND DEUTSCHLAND
Wir danken Frau Barbara Fischer, die uns auf ihre Einladung hin bei der Internationalen Jugendwoche auf der Burg mit allen Aktivitäten, ihren Leitern/innen bekannt machte, so dass wir uns ein umfassendes Bild machten.
Da gibt es z.B. Basteln von Handpuppen ("Ich nähe alles selbst, die Kinder dürfen dann ihre Puppe mitnehmen", erklärte uns die Puppenmutter.) Jeder kleine Stoffrest, Gardinen, alte Kostüme (von Barbara Fischer gespendet), Reste von Strickgarn etc. werden ausgenutzt.
Dann gibt es im nächsten Raum Weben, mit den einfachsten Mitteln, ohne großartige Webstühle, in vielen Arten auch für Kinder (die jüngste zählt gerade mal fünf Jahre), man kann sich Broschen, Lesezeichen, aber auch größere Webestreifen anfertigen.
Interessant ist auch das Basteln bzw. Schleifen von vorgefertigten Bumerangs, "damit die Jugend heute mal wieder Gefühl in die Finger bekommt", meinte der nette Mann, der jeden anlernt.
Auch Malen können die Jugendlichen, und hier gibt es echte Kunstwerke zu sehen, die mit 5 verschiedenen Techniken, vom Bleistiftzeichnen über Aquarell, Fingerfarben bis zur Acryl-Farbe gehen. Stolz der "Malklasse": Ein einige qm großes Bild, an dem alle mitarbeiten.
Die Musik-Workshops sind besonders beliebt: Chorsingen aus verschiedenen Nationen. "Ich nehme am liebsten Pop-Lieder,die mögen alle!" erklärte uns der Chorleiter oder auch ein Orchester mit vielen Schifferklavieren, einer Geige, Bläsern und Blockflöte. Die Melodie ist auch den meisten bekannt: "Miss Marple", und hier werden auch Notenblätter benutzt, die beim Chor nicht vorkommen.
Wir haben uns besonders lange beim "Musical-Tanz" aufgehalten, den Barbara Fischer choreographiert hat. Eine große Gruppe, alle mit Begeisterung bei der Sache, und hier merkt man: Hier ist die Leiterin in ihrem Element! Vehement tanzt sie vor, bringt Leben in die einzelnen Figuren, die eine Geschichte aus "Anatevka" erzählen.
Am letzten Tag dürfen alle zeigen, was sie gelernt haben, die große Bühne im Freien bietet eine gute Kulisse. (Übrigens besitzt die Burg Ludwigstein nicht nur Zimmer und Säle in jeder Größe, auch ein Innen-Schwimmbad ist vorhanden!)
Nachmittags zeigten die Gruppen ihre Nationaltänze, der Innenhof war mit den polnischen Nationalfarben malerisch geschmückt, in den Ecken stapeln sich Strohballen, Ährengarben, Milchkannen etc., und mit Livemusik tanzte die polnische Gruppe einen leidenschaftlichen Reigen, gefolgt von einem bayrischen Ländler und französischem Tanz, der spanische Anklänge zeigte.
Für die Gruppe aus Mazedonien war der Innenhof zu klein, im Kostüm der griechischen Evzonen (mit Faltenröcken) brachten die männlichen Tänzer mit atemberaubenden Schritten und hohen Sprüngen das Publikum zu brausendem Beifall, die Mädchen mit schnellen Schritten, grazil und anmutig ernteten gleichfalls Bravo-Rufe. Der Gegensatz zwischen den einzelnen Tänzen konnte nicht größer sein, jeder auf seine Art schön! "Aber wir wollen nicht nur tanzen und singen, die Politik darf nicht zu kurz kommen!" erklärte mir ein Teilnehmer der "Politischen Runde". "Wenn man hier mit den Einzelnen spricht, erfährt man "aus dem Volk" das Richtige, und nicht von den Medien!" Leider war diese Runde vorbei, da hätte ich gerne noch mehr gewusst. Alles in allem: Ein interessanter, herrlicher Tag, angefüllt von Musik und Tänzen!
Sybille Gath
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| EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE |
Montag, 30.JULI 2001 |
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Eine Besenfrau und fliegende Röcke
Das Publikum war begeistert und das Wetter spielte mit:
An einem warmen Sommerabend wurde die Europäische Jugendwoche auf dem Marktplatz eröffnet - mit temperamentvollen Tänzen.
WITZENHAUSEN Einen bunten Reigen farbenprächtiger Trachten gab es auf der Eröffnungsveranstaltung der 45. Europäischen Jugendwoche auf dem Witzenhäuser Marktplatz zu erleben.
150 junge Menschen aus drei Nationen leben für eine Woche auf Burg Ludwigstein zusammen, um sich untereinander näher zu kommen. Hartmut Reiße, Vorsitzender im Arbeitskreis Europäische Jugendwoche, begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher auf dem Marktplatz, die sich diesen Augenschmaus nicht entgehen lassen wollten.
Besonders freute sich Reiße darüber, dass auch eine Folkloregruppe aus dem mazedonischen Ohrid trotz Bürgerkriegsunruhen den Weg in den Werra-Meißner-Kreis gefunden hat. Stadtrat Jürgen Vogelei fragte in seinem Grußwort: Was kann Jugend mehr verbinden als Musik und Tanz? Ein herzliches Willkommen in der schönen Kirschenstadt wünschte Kirschenprinzessin Yvonne.
Mit einer herzhaften Polka zu malerischer Ziehharmonikamusik machte die Folkloregruppe "Le Quadrille Occitan" aus dem französischen L'Union nahe Toulouse den Auftakt. Viel geboten wurde von den jungen Franzosen für Auge und Ohr mit dem schönen Erntetanz und ei-nem Tänzchen von Schäfer und Schäferin.
"Die Ludwigsteiner" (Bild rechts), eine Folkloregruppe vom Arbeitskreis Europäische Jugendwochen, brachten eine ausdrucksvolle getanzte Geschichte auf die Bühne. Die Premiere zu "Ein Sonntagvormittag in der Stadt" entzückte durch Ideenreichtum, Humor und Lebendigkeit: Ein Spaziergang über die Avenue, ein Lächeln, heimlicher Flirt, ein Tänzchen wird gewagt, fliegende Röcke, stampfende Schritte im flinken Rhythmus, die Freude am Tanzen und Spielen war nicht zu übersehen. Dazu kamen clowneske Einlagen der Straßenkehrerin, die sich als Heiratsvermittlerin versuchte. Schließlich fegte die Straßenkehrerin das verliebte Brautpaar mit ihrem großen Besen von der Bühne.
Mit temperamentvollen Liedern und Tänzen aus ihrer Heimat entzückte anschließend das Folklore-Ensemble Koscierzyna (Bild links) aus Polen. Hier zeigten schon sehr junge Tänzer, wie gut sie die schwierigen Tanzschritte und Reigen beherrschten.
Zu einem weiteren Höhepunkt des Abends wurde das profihaft anmutende Tanz-Ensemble aus Mazedonien. Abenddämmerung, eine erfrischende Brise wehte über den Witzenhäuser Marktplatz und gab schon den Anschein von mediterraner Atmosphäre, als die jungen Mazedonier in wunderschönen Kostümen Lebensfreude und Flair des Balkans auf die Bühne brachten. Begeisterter Applaus, Pfiffe und Zugaberufe des Publikums bewiesen, dass sich die Freude auf Alt und Jung übertrug. Die Zugabe wurde mit einem weiteren Tanzwirbel freudig gewährt. (zmk)
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| 45. EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE |
Dienstag, 31.JULI 2001 |
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Auch die Tänzerinnen und Tänzer der "Quadrille Occitan" aus der Nähe von Toulouse erfreuten auf der Waldbühne von Trubenhausen das Publikum mit schwungvollen Tänzen in bunten Trachten. (Foto: Koch) |
Röcke flogen und Westen flatterten
Ausgesprochen gelungen war die Veranstaltung auf der Waldbühne Trubenhausens - internationale Folklore wurde geboten.
TRUBENHAUSEN Die Zuschauer nutzten am Sonntagabend jede Sitz- und Stehmöglichkeit, die die Trubenhäuser Waldbühne hergab. Auf der Bühne - vor malerischer Landschaftskulisse - präsentierten sich die Folkloregruppen der 45. Europäischen Jugendwoche, die bis zum 4. August auf der Burg Ludwigstein stattfindet.
Ein Gastspiel gaben die Gruppen aus Frankreich, Mazedonien, Polen und natürlich Deutschland in diesem Jahr wieder auf der Waldbühne. Sehr zur Freude von Heinrich Schulte, Geschäftsführer der Kulturgemeinschaft Großalmerode: "Es ist sehr gut besucht, die Atmosphäre ist wunderschön, es stimmt einfach alles."
Den Auftakt der farbenprächtigen Darbietungen machte die "Ludwigsteiner Folkloregruppe" samt Kinderchor "Ludwigsteinchen". Erfrischend und fröhlich die Schau. Verschiedene Kinderspiele wurden tänzerisch dargeboten, Kästchenhüpfen ebenso wie Seilspringen. Und natürlich durfte ein amüsanter Zwist zwischen Buben und Mädels nicht fehlen - dazu gab es Kinderlieder. Viel Applaus ernteten sie für ihren mitreißend temperamentvollen Auftritt.
Im Anschluss gingen die Tänzerinnen und Tänzer der "Le Quadrille Occitan" aus der Nähe von Toulouse auf die Bühne. Schwungvoll ihr Auftritt: Dynamische Tänze in bunten Trachten.
Noch mehr Farbe brachten das Folklore-Ensemble "Koscierzyna" aus Polen und "Otex" aus Mazedonien in Form ihrer Kostüme auf die Bühne: Bunte Leinenkleider und -westen, dazu edler Kopfschmuck. Die per Bus angereisten jungen Leute brachten zudem jede Menge "Dampf " ins Bühnenspiel und setzten das I-Tüpfelchen in Sachen Temperament. So kämpften unter anderem die Männer um den Tanz mit den auf der Bühne wartenden Frauen. Temporeiche Reigen, die einst den beschwerlichen Weg zum Markt erleichterten, ließen so manchen Rock fliegen und Westen im Wind flattern.
Der lockerbunte Folkloreabend am lauen Sommerabend bereitete den Akteuren und den rund 200 Zuschauern sichtlich Spaß. (zod)
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| 9. Dezember 2001 |
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| Krippen in allen Variationen beim "Advent auf der Burg"
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BURG LUDWIGSTEIN. Rund 50 Krippen aus der Region und fernen Ländern - darunter auch eine mit lebenden Darstellern und einem echten Esel - sind an diesem Wochenende auf Burg Ludwigstein zu sehen. Beim traditionellen "Advent auf der Burg" zeigen außerdem rund 30 Kunsthandwerker in den geschmückten Räumen der Burg ihre Produkte und lassen sich beim Arbeiten über die Schulter sehen. Neben Live-Musik, Tombola und weihnachtlichen Köstlichkeiten gibt es auch Bastelangebote und Überraschungen für Kinder. Bereits gestern herrschte auf der Burg Andrang. Heute ist der Adventsmarkt von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt und Erlös dienen zur Finanzierung der Europäischen Jugendwoche, die im Sommer auf der Burg stattfindet.
TEXT/FOTO: KREUTZFELDT
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| ADVENT AUF DER BURG
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10. Dezember 2001 |
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| Süßbier für die Hausgeister
Advent auf Burg Ludwigstein: 100 freiwillige Helfer haben auf der Burg zwei Tage lang für weihnachtliches Flair gesorgt. Im Mittelpunkt standen Krippen und Kunsthandwerk.
BURG LUDWIGSTEIN Maronen und Glühwein im weihnachtlich geschmückten Burghof, Krippen und Kunsthandwerk in historischen Räumen, Musik und Gebäck mit Blick über die Werra: Kaum ein anderer Ort der Region bietet sich wohl für einen so stimmungsvollen Adventsmarkt an wie die Burg Ludwigstein. Und auch in diesem Jahr haben rund 100 Helfer vom Arbeitskreis Europäische Jugendwochen vollen Einsatz gezeigt, um zum 17. Mal den "Advent auf der Burg" zu veranstalten.
Im Mittelpunkt stand auch diesmal die große Krippenausstellung. Rund 50 Figurensammlungen aus aller Welt hatten die Veranstalter aufgebaut, darunter Leihgaben aus der Region, aber auch Präsentationen aus anderen Ländern.
So hatte Susanne Simonsen aus Fünen dänische "Nisser" mitgebracht. Die kleinen Hausgeister sind eigentlich heidnischen Ursprungs: Wird der "Nisse" gut behandelt - er mag Milchreis und Süßbier -, so sorgt er für Glück und Wohlergehen, anderenfalls bereitet er Ärger. Später sind die "Nisser" zu Helfern des Weihnachtsmanns geworden. Und weil es im protestantischen Dänemark keine klassischen Krippen mit Heiligen gibt, dienen mit Nissern dekorierte Winterlandschaften vielerorts als Ersatz dafür.
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"Nisser" heißen die kleinen Geister, die in Dänemark den Weihnachtsmann unterstützen. Eine winterliche "Nisser-Landschaft" haben Susanne Simonsen aus Fünen und ihr Sohn Lars-Bo auf der Burg aufgebaut. (Fotos: Kreutzfeldt)
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| Viele Stunden arbeitet Günter Löbert vom Schnitzverein Neuelstnitz im Erzgebirge an seinen Kunstwerken aus Holz. |
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Schnitzen und Klöppeln
Auch unter den 30 Kunsthandwerkern, die ihre Werke anboten und die Herstellung demonstrierten, fanden sich Gäste von nah und fern. Neben Hobbykünstlern aus Hessen und Niedersachsen waren Klöpplerinnen, Schnitzer und Säger aus dem Erzgebirge gekommen und führten ihre kunstvollen Tätigkeiten vor. Auch Belgier, Holländer und Dänen waren dabei.
Begegnung der Kulturen
"Das Ziel unseres Vereins ist die Begegnung der europäischen Kulturen, und das kommt auch beim Adventsmarkt zum Ausdruck", erläuterte Organisator Michael Lenz. Die Einnahmen vom "Advent auf der Burg" dienen ebenso wie die des Ostermarktes zur Finanzierung der Europäischen Jugendwoche, die jeden Sommer auf Burg Ludwigstein stattfindet und seit einigen Jahren nicht mehr mit öffentlichen Mitteln unterstützt wird. Grenzüberschreitendes Tanzen, Singen und Musizieren steht dabei im Mittelpunkt -ebenso wie beim Adventsmarkt, wo ein Orchester des Arbeitskreises internationale Weibnachtsmusik präsentierte. (klx)
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| Von Heuhasen und Emu-Eiern
Mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher kamen in das Bürgerhaus. Das stand ganz im Zeichen des Osterfestes und der Symbole: Kunsthandwerker boten alles - vom Hasen bis zum bemalten Ei.
WITZENHAUSEN
Ein Strauß kunterbunter Ostereier lockte bereits am Eingang mehrere tausend Gäste ins Bürgerhaus zum Ostereiermarkt unter dem Motto: "Folklore verbindet".. Durch den heftigen Schneesturm am Samstagnachmittag gab es zwar einen Besuchereinbruch, bedauerte Mitinitiator Michael Lenz, doch war er am Sonntag mit mehr als 2000 strömenden Osterfans voll zufrieden.
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Kuschelig: Lieselotte Koch aus Walburg ist zum Ostermarkt gekommen, um Freundschaft mit dem Osterhasen zu schließen - auch wenn der aus Heu ist - gefertigt von Birgit Müller. FOTO: KLOIBER
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Bereits zum 20. Mal organisierte der Arbeitskreis Europäische Jugendwochen den Markt für Volkskunst und Brauchtum, der jeweils fünf Wochen vor Ostern stattfindet. Mit Eintritts- und Standgebühren finanziert das 30-köpfige Team um Michael Lenz das Folkorefest Europäische Jugendwochen auf Burg Ludwigstein. Sechs Monate Vorbereitungszeit und viele tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind nötig, um den Ostermarkt auf die Beine zu stellen.
Den Besuchern wurde wieder Vielseitiges in Kunst und Kunsthandwerk geboten. An 43 malerischen Ständen konnte man geschmackvoll gestaltete Ostereier bewundern: winzige Wachteleier, Hühner- und Gänseeier bis zu mächtigen Straußeneier.
Etwas Besonderes gab es am Stand von Ingried Lühnen aus Schleswig-Holstein zu entdecken: bemalte grüne Eier des -australischen Emu, die allerdings aus einer kanadischen Zuchtfarm stammen.
Besucherin Astrid Redl aus Ermschwerd wusste die Antwort, warum der Ostermarkt bereits im Februar stattfindet: "Ostern liegt in diesem Jahr sehr früh", so die kunsthandwerklich interessierte Besucherin.
Ebenfalls unzählige Unikate entdeckten Gäste bei liebevoll gestalteten handwerklichen Arbeiten aus Seide, Textilien, Holz, Wachs, Keramik, Heu und Trockenblumen. Zu den bunten Kissen mit Dinkel-oder Dinkelspelzfüllung gab es gleich noch eine ausführliche Gebrauchsanweisung.
"Hier kann man sich mit österlichen Accessoirs für die Wohnung eindecken und geschmackvolle Geschenke kaufen", lobte Michael Lenz die Vielfalt des Angebotes. Große und kleine Kinder zauberten eigene Kunstwerke in der Ostereiermalstube. Eine mit Selbstgestaltetem bestückte Tombola vom Arbeitskreis Europäische Jugendwochen rundete das Programm fein ab.
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| EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE |
Freitag, 9. August 2002 |
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Träumen mit den Beinen: Auch wenn man keine Worte versteht, wer ihnen zusieht, begreift schnell, welche Geschichten die polnischen Jugendlichen mit ihren Tänzen und Liedern erzählen wollen. FOTOS: ANNA-KATHARINA WELLNITZ
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"Eurowoche macht süchtig!"
Tanz und Völkerverständigung sind diese Woche Motto auf Burg Ludwigstein
Von Katja Behrndt und Anna-Katharina Wellnitz
WITZENHAUSEN: Einmal im Jahr heißt es:
Auf zur Jugendburg Ludwigstein, die schon seit Jahren jungen Leuten einen Treffpunkt bietet, Ort der Entspannung, des Spaßes und der besonderen Begegnungen ist. Kein Wunder, dass auch die "Eurowoche" ihren Sitz auf dem Burggelände hat. Dann treffen sich junge sowie jung gebliebene Menschen, die trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Kultur eine große Gemeinsamkeit haben: Sie alle lieben das Tanzen - Volkstanz um genauer zu sein.
Wie auch schon die Hymne der Europäischen Jugendwoche verrät, ist das große Motto: Viva Europa! Das bedeutet, traditionelle Lieder und Tänze der Heimat vorzustellen und sie den anderen Ländern näher zu bringen. Es bedeutet Tanzen, Singen und Lachen, und vor allem mit Spaß dabei zu sein. Dieses Jahr beteiligen sich die Länder Polen, Ukraine sowie Lettland. Hört man das Wort "Volkstanz", so denken viele sofort an das "Musikantenstadl", an Schnulzenlieder, zu denen man schunkelt.
Dass dies nun gar nicht der Fall ist, merkten wir sofort, als wir am Mittwochabend der polnischen Tanzgruppe zugesehen haben. Da wurde gejohlt, gesprungen, gesungen und zwischendrin wurden akrobatische Übungen ausgeführt, die einen eher an Turnübungen wie Hochsprung oder Liegestütze erinnerten - mit Schunkeln auf Bierbänken hat das wenig zu tun.
Auch wenn man kein Wort polnisch versteht, so hat man doch sehr schnell begriffen, welche Geschichten die Jugendlichen mit ihren Tänzen und Liedern erzählen: Wie es ist, wenn Mädchen und Jungen miteinander flirten und so ihre Zuneigung füreinander zum Ausdruck bringen. Wenn die Jungs versuchen, ein Mädchen zu erobern und keine Tricks dabei auslassen, um sich vor ihr zu profilieren und die Mädchen ganz geschickt die Jungen um ihren Finger wickeln.
Das versteht man auch ohne Worte und lässt sich wohl in jeder Kultur beobachten. Da fällt es einem nicht gerade schwer, die Begeisterung der Jugendlichen mit zu übernehmen, sich von ihnen mit in ihre Welt nehmen zu lassen und einfach mal das Alltägliche zu vergessen. "Eurowoche macht süchtig!", da sind sich Vanessa und Tamara einig.
In Lettland ist es eine Ehre, wenn man die Möglichkeit hat, in einer Volkstanzgruppe mitwirken zu können.
Doch ganz anders ist es in Deutschland. Es fällt schwer Nachwuchs zu finden. Tamara, 15 und Vanessa, 13, beide seit zwei Jahren in der Volkstanzgruppe "Die Ludwigsteiner", erzählen uns wie sie dazu gekommen sind: "Wir sind schon seit dem Kleinkindalter dabei. Sozusagen reingewachsen." erzählt uns Tamara. "Ich wurde immer von meiner Großmutter mitgenommen und jetzt nimmt mich immer meine Tante mit."
Bei der Eurowoche dabei zu sein gehört für die beiden einfach dazu. "Es riecht sogar anders als zu Hause."
"Unsere Tanzgruppe ist wie eine große Familie!" erzählt uns Julika, 18, aus Polen. "Das Besondere bei uns ist, dass wir so viel durch Europa reisen können. Bevor wir hierher gekommen sind, waren wir schon in Italien und in zwei Wochen fahren wir in die Türkei."
"Im Dezember geht es dann nach Frankreich, wo wir Weihnachtslieder singen werden." fügt Barbara, 19, hinzu. Wir sind beeindruckt, schließlich kosten die Reisen ja auch sehr viel Geld. "In Polen ist man stolz auf uns, da wir schließlich unser Land und vor allem unsere Stadt repräsentieren und uns einen Namen durch unsere vielen Auftritte machen." So lassen sich natürlich auch Sponsoren finden.
Hat nicht mal jemand gesagt: "Tanzen ist wie träumen mit den Beinen"? Auch wenn am Samstag die Eurowoche vorbei ist, und jeder seine müden Beine mit nach Hause nimmt, fällt es doch nicht schwer zu träumen, bis im nächsten Sommer der Countdown wieder losgeht.

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| EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE |
Sonntag, 11. August 2002 |
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Die Liebe kam auf Burg Ludwigstein
Seit knapp 50 Jahren zieht die Europäische Jugendwoche auf Burg Ludwigstein die Teilnehmer in ihren Bann. Auch Freundschaften und Ehen wurden hier gestiftet
VON UNSERER MITARBEITERIN MONIKA UNGER
LUDWIGSTEIN.
Die Akteure sprechen von einem Virus - unerklärlich, lang anhaltend und resistent. Seit 1953 (nächstes Jahr wird groß gefeiert) zieht die Burg Ludwigstein die Teilnehmer der Jugendwoche in ihren Bann. Sybille Dülfer mit dem Versuch einer Erklärung: "Hier oben ist eine andere Welt." Aber nicht nur das Ambiente ist einzigartig, sondern auch das Miteinander der Gruppen. Fast alle weltweiten Folklore-Festivals finden unter dem Motto statt: singen, tanzen und weg.
Total anders definiert sich der Arbeitskreis europäische Jugendwoche, Nachfolgerin der Vereinigung Jugendwoche Ludwigstein, die 1953 von Hella Heynmöller gegründet wurde. Hartmut Reiße, Vorsitzender des Arbeitskreises seit 1981: "Wir sind von morgens bis abends zusammen. Schlafen in Vierer- und Sechserzimmern, erarbeiten in verschiedenen Workshops unterschiedlichste Themen, feiern und diskutieren - kurz: leben miteinander auf der Burg, sieben Tage lang."
Ein erfolgreiches Konzept, lag doch die höchste Teilnehmerzahl der alljährlich insgesamt vier Gruppen bei 260, dieses Jahr muss der Etat von 40 000 Euro für 200 Teilnehmer reichen. Das ist viel Geld für die Mitglieder des Arbeitskreises
und ihre Tanzgruppe "Die Ludwigsteiner", die diesen Betrag aus den Erlösen des Oster- und Adventsmarktes, spärlichen Spenden, den Eintrittsgeldern zu den Tanzvorführungen und ihren Mitgliedsbeiträgen finanzieren müssen. Pikanterweise gab es zu Zeiten des Kalten Krieges staatliche Zuschüsse, die Normalisierung brachte die Streichung.
Sicherlich wird auch vom Erlös der brandneuen CD der Ludwigsteiner- bespielt mit Tanzsuiten und traditioneller Musik, jeweils neu arrangiert, mancher Euro in den Etat fließen.
Das Kennenlernen und den Kontakt untereinander fördern verschiedene Arbeitsgruppen für das europäische Gespräch, Chor- und Orchesterproben, Musicaldance, Jazzdance, Weben, Kunst mit Modelliergips, Stabpuppen und Jonglieren. Die Ergebnisse dieser internen Workshops werden Samstagvormittag vorgestellt. Die fünfzehn Kinder - "die wachsen so rein" - bekommen Unterricht in Kindertanz.
Apropos Kinder: Verbindungen fürs Leben bleiben auf der romantischen Burg nicht aus. Nicole Werner (27) und Raitis Keiss (34) haben am 30. Juni vorigen Jahres in Riga geheiratet. Die Rossbächerin tanzt bei den Ludwigsteinern, und Raitis ist Musiker in seiner lettischen Gruppe "Vizbulite".
Vor zehn Jahren kamen die Letten, damals noch eine Schultanzgruppe, mit ihrer Leiterin Daina Stala das erste Mal auf die Burg und waren "kolossal begeistert".
Weitere Gastspiele und private Besuche folgten, so auch 1993, als den Ludwigsteinern für eine Tournee durch die südlichen Provinzen Brasiliens einige Musiker fehlten. Raitis Keiss sprang ein - mitten in das Herz von Nicole. Auch Christian Dülfer und Elina Priedulina wagten die Völkerverständigung der etwas anderen Art. Sprachschwierigkeiten sind nie ein Thema gewesen, der persönliche, telefonische und briefliche Kontakt brachte den erfolgreichen Einstieg in die lettische Sprache.
Auch diese Verbindungen bestätigen den Arbeitskreis in seinen Bemühungen - ebenso die Verleihung des polnischen Verdienstkreuzes durch Staatspräsident Kwasniewski an Hartmut Reiße.
Stellvertretend für alle Mitstreiter konnte der Vorsitzende diese Auszeichnung für die Bemühungen um das deutsch-polnische Verständnis am 1. Mai in Empfang nehmen.

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| Adventsmarkt Burg Ludwigstein |
Sonntag, 8. Dezember 2002 |
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Ruprecht, Kinder und Krippen
Barbara Fischer kommt seit 28 Jahren auf die Burg Ludwigstein. Immer im Dezember. Dann, wenn der Adventsmarkt des Arbeitskreises Europäische Jugendwoche ansteht. Barbara Fischer jedenfalls findet den Adventsmarkt auf der liebevoll geschmückten Burg schlichtweg "einmalig". Die Ballettschulebetreiberin aus Kassel ist während des Adventsmarktes Krippenexpertin, führt durch die Ausstellung der prächtigen in- und ausländischen Krippen. Mit dabei sind auch viele Kunsthandwerker, denen über die Schulter geschaut werden kann. Auch für Kinder lohnt der Besuch. Es gibt Kinderaktionen, eine Bastelecke und die lebendige Krippe sowie Knecht Ruprecht und Balthasar. Der Adventsmarkt ist heute von 10 und bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt: 2,50 Euro (Erwachsene), 1,50 Euro (Kinder). Vom Parkplatz B 27 fährt ein kostenloser Pendelbus auf den Ludwigstein. TEXT/FOTO: KOPIETZ

| Engel in der Weihnachtsburg |
Montag, 9. Dezember 2002 |
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Untitled
Adventsmarkt
Wenn Sie mich fragen …
… dann findet der Adventsmarkt auf Burg Ludwigstein zu Recht so viel Anklang.
Denn dieser Markt strahlt wirklich so etwas wie eine besinnlich ruhige
Weihnachtsatmosphäre aus. Eine Stimmung, die bei anderen Veranstaltungen nicht immer aufkommen will, unterdrückt wird von Kommerz und Kitsch-Verkaufsbuden oder der Musik-Dauerberieselung.
Nicht so auf der Burg. Hier zeigt der Blick aufs Detail, wie viel Mühe die
ehrenamtlichen Veranstalter in ihre Veranstaltung stecken: geschmackvoll herausgeputzt präsentiert sich die Burg. Vom üblichen Weihnachtskitsch (fast) keine Spur. Und: Hier wird auch der wahre Sinn des Weihnachtsfestes deutlich. Allein die wundervollen Krippen aus aller Welt erinnern an den christlichen Hintergrund. Der Kommerz steht hinten an. Die Besucher danken dies. Und der Andrang beweist, dass man den richtigen Weg beim Adventsmarkt auf der Burg geht. Deshalb: Dankeschön an den Veranstalter.
[Thomas Kopietz]

Engel in der Weihnachtsburg
Weihnachtlich geschmückt zeigte sich die Burg Ludwigstein beim Adventsmarkt
Von Martin Schülbe
BURG LUDWIGSTEIN. "Die Burg mit all ihren Winkeln und Ecken ist viel stilvoller und daher besser für einen weihnachtlichen Markt geeignet als ein einfacher Saal oder Platz.", findet Michael Lenz vom Arbeitskreis Europäische Jugendwoche. Lenz ist in dem Verein zuständig für die Ausrichtung der Advents- und Ostermärkte. "Das macht sicher auch den Reiz aus, der immer wieder so viele Besucher hierher lockt."
Mehrere hundert Besucher kamen zur 18. Auflage des Adventsmarktes auf der Burg Ludwigstein, die wieder einmal liebevoll geschmückt zur Weihnachtsburg wurde. Die Gäste, die per Pendelbus hinauf transportiert
Öffentliche Fördergelder
fließen nicht mehr
wurden, stöberten im reichhaltigen Angebot von rund 30 Verkaufsständen.
Über den Burg-Weihnachtsmarkt wird die alljährlich stattfindende Europäische Jugendwoche finanziert. Dafür müssen rund 40 000 Euro aufgebracht werden, wie Lenz sagt. "Bis in die 80er Jahre wurde das Treffen der Folklore Tanzgruppen fast komplett aus Bundes- und Ländermitteln finanziert. Nach vielen Reduzierungen wurden die Mittel 1997 dann ganz gestrichen", erinnert er sich.
Ärgerlich sei das schon, aber mit dem Adventsmarkt und dem Ostermarkt im Frühjahr komme man gut über die Runden. 80 Menschen sind dazu ehrenamtlich im Einsatz. Der Erlös fließt in die Vereinskasse.
Zu sehen gab es einiges auf der Burg. Handarbeiten aus Holz, Stoff, Glas, Mineralien und Ton wurden hier ausgestellt, verkauft und zum Teil auch vor Ort gefertigt.
"Die Aussteller sind fast ausschließlich Hobby-Künstler", fügt Lenz an, "nur wenige betreiben ihre hier gezeigte Arbeit auch gewerblich."
Erfreulich findet der Organisator auch die enge Zusammenarbeit mit den Burginhabern, von denen man die Räumlichkeiten für zweieinhalb Tage mietet: "Etwa die Hälfte von uns übernachtet in den Herbergszimmern, viele haben eine weite Anreise."
Auf den Ludwigstein kommen sie schon sehr lange. Bereits seit 1953 veranstaltet der Arbeitskreis hier oben die Europäische Jugendwoche, bei der sich Tanz- und Musikgruppen aus aller Welt treffen, um gemeinsam zu musizieren. Im Juli ist es wieder soweit.
Eine besondere Darbietung auf dem Markt bot die lebendige Krippe, in der die Darsteller gemeinsam mit den Besuchern Lieder sangen. Zu kalt wäre es jedoch für das Jesuskind geworden, eine liebevoll aus Holz geschnitzte Figur trotzte stattdessen den Temperaturen.
Der Weihnachtsmann war außergewöhnlich: Im traditionellen holländischen Kostüm verteilte er hier vorwiegend Süßigkeiten an die Kinder.
International war auch die Krippenausstellung, bestückt mit Exponaten aus aller Welt. Unter anderem konnten die Besucher eine Krippe aus Uganda bewundern, gefertigt aus Bananenblättern.
Gaumenfreuden bereitete der Verein den Besuchern mit heißen Maronen, frischen Waffeln, Kuchen und Bratwurst. Zum Aufwärmen stand Glühwein und Kaffee bereit.
Gefehlt haben natürlich auch die Weihnachtslieder nicht: Mit einer eigenen Musikgruppe vervollständigte die Aktionsgemeinschaft ihr Kulturprogramm zum diesjährigen Advent auf der Burg.

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| EUROPÄISCHE JUGENDWOCHE |
3/2003 |
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| Bürgerhaus in österlichem Glanz |
18.03.2003 |
MarktSpiegel
Werra-Meißner-Kreis
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Ostermarkt 2003
Bürgerhaus in österlichem Glanz
Witzenhausen (tom). Ostermärkte haben in Hessen als Eiermärkte eine lange, volkstümliche Tradition. Sie zeigen seit Jahrhunderten die künstlerische Pracht und Vielfalt, welche das ewig junge Thema des Frühlings und der Auferstehung in sich widerspiegeln.
Der "Arbeitskreis Europäische Jugendwochen" veranstaltete am vergangenen Wochenende im Bürgerhaus zum 21. Mal den alljährlichen und weithin bekannten Ostermarkt. Ausgesuchte Künstler und Aussteller präsentierten an zwei Tagen den sehr zahlreich erschienenen Besuchern eine ungewöhnliche Vielfalt an Volkskunst und Brauchtum, in deren Mittelpunkt das Ei als Symbol und Kunstmotiv stand. Mehrere Eiermaler mit ganz unterschiedlichen Stil und Maltechniken vollführten ihr Kunstwerk vor den faszinierten Augen der Zuschauer und zeigten das enorme kreative Potenzial dieses Sinnbildes, das als Quelle der Inspiration höchst eigenwillige Wege zu gehen vermag. So gehörten zu den Höhepunkten der Ausstellung die Werke der Kalligraphiekünstlerin Roma Fromme-Monsess, die auf Straußeneiern alte Weltkarten zeichnet und mit Schönschrift verziert. Sie ist für ihre beeindruckende Fingerfertigkeit und ihren Ideenreichtum mit dem internationalen Kalligraphiepreis ausgezeichnet worden.
Neben der traditionellen Eiermalerei zeigten auch viele Holz und Schnitzkünstler Textilgestalter, Keramik , Wachs , Tiffany-Glaskünstler und Floristen ihre Werke und verzauberten mit wunderschönen Kreationen und österlichen Dekorationsmöglichkeiten die Herzen der staunenden Betrachter.
Mit dem Erlös aus den Einnahmen des Ostermarktes sollen die Internationalen Jugendwochen auf Burg Ludwigstein finanziert werden.

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