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Press Review 2008 - 2009                       



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52nd EUROWOCHE 2008:




















Europäische Jugendwoche   Mittwoch, 04. August 2008
Europa tanzte den Walzer

300 Menschen kamen zur Abschlussveranstaltung der 52. Europäischen Jugendwoche

von Martin Schülbe
BURG LUDWIGSTEIN.
Mit einer Eurokirmes klang am Samstag die 52. Europäische Jugendwoche aus. Knapp 300 Besucher sahen die Vorführungen der 180 Folkloristen aus Bulgarien, Griechenland, Lettland, Mexiko und Deutschland. Allesamt dürften sie der Gänsehaut nicht entgangen sein, als Kinder ganz am Ende die Europaflagge zur Bühne trugen: "Viva Europa", sang man dazu, "Viva Burg Ludwigstein."

Erstmals waren - aus Mexico - auch außereuropäische Gäste dabei, was zukünftig öfter vorkommen soll, wie Maike Lenz andeutete: "Ich würde mir das sehr wünschen", sagte die zweite Vorsitzende des Arbeitskreises Europäische Jugendwoche, "Nach derzeitigem Planungsstand werden wir im nächsten Jahr Gäste aus Israel haben."

Seit Montag gestaltete jedes Gastland einen Tag; es wurde gemeinsam gewerkelt, getanzt und musiziert. Welche Stimmung herrschte, wollte man mit der Eurokirmes dem Publikum zeigen: "Wir hoffen, dass die Besucher etwas von dieser Stimmung spüren", kommentierte der Arbeitskreisvorsitzende Norbert Gorldt. "Zu sehen ist, was Leute auf die Beine stellen können, die sich erst fünf Tage zuvor kennengelernt haben." Ein Beispiel für "auf die Beine stellen" war ein multinationales Jugendorchester, das in der Pause mit Bach, Queen und anderen Ohrwürmern unterhielt. Davor und danach standen die Musiker mit ihren tanzenden Landsleuten auf der Bühne, in Trachten, die sich in ihrer Prächtigkeit überboten - die Besucher kamen mit dem Fotografieren kaum nach.

"Unser kreatives Arbeiten wird schon dadurch gefördert, dass wir bei der Jugendwoche so eng beieinander leben", erklärte Lenz. "Burg Ludwigstein ist dann ein richtiger Mikrokosmos." Auf die Frage, wie die von Gorldt erwähnte Stimmung denn sei, fasst sie zumindest die Stimmung der Kirmes in Worte: "Gelöst."

Nacheinander wurden am Ende die fünf Nationalflaggen von Gästen und Gastgeber eingeholt, begleitet vom Orchester und einem ebenso multinationalen Chor. Da fehlte auch das "Auld Lang Syne" nicht, das einen automatisch an Abschied denken lässt, aber - in aller Fröhlichkeit auf ein mögliches Wiedersehen - auch der "Schneewalzer". Dazu schunkelnd und tanzend ging man auseinander.

HINTERGRUND
Die Europäische Jugendwoche
Seit 1953 wird die Europäische Jugendwoche ausgerichtet, zu der bislang geschätzte 8000 Teilnehmer aus fast allen Ländern Europas zur Burg Ludwigstein gekommen sind. Die Mitglieder des Arbeitskreises sind längst selbst international: Laut der Aufzählung eines Mitglieds kommen sie aus Polen, Dänemark, Niederlande, Belgien, Frankreich, Portugal, Lettland, Schweiz und Deutschland. Im Internet hält man eine umfassende Dokumentation zur Veranstaltung bereit: www.eurowoche.org.         (yms)

Europäische Jugendwoche   Mittwoch, 30. Juli 2008
Tanz und Akrobatik

Die Gruppe "Rouschoukleeche" ist bei der Europäischen Jugendwoche zu Gast

von Sascha Kristin Futh
BURG LUDWIGSTEIN.
Der erste Länderabend bei der Europäischen Jugendwoche auf Burg Ludwigstein war am Montag ein Fest des Sommers: Bei lauen Temperaturen bis spät in die Nacht entfaltete die Folkloregruppe Rouschoukleeche aus Bulgarien ein tolles Schauspiel aus Temperament und Farbenfreude. Dabei zeigten die Frauen und Männer, dass sie nicht nur singen und tanzen können, sondern stückweit auch Akrobaten sind. Es gab stürmischen Applaus des Publikums. Heute Abend ab 20 Uhr stellt sich die lettische Gruppe vor. Am Donnerstag folgen die Griechen. Der Eintritt zu den Länderabenden ist übrigens frei. Ein Gastspiel der Euro-Tänzer auf der Freilichtbühne in Fürstenhagen (19 Uhr) und die Abschlussveranstaltung am Samstagnachmittag in den Mauern der Burg Ludwigstein bilden das Finale der 52. Begegnung Europäischer Jugend. Siehe auch Bericht im Innern des Lokalteils. (wke) Foto: Sascha Kristin Futh

Bunte Trachten und Tänze, die kleine Geschichten erzählen: Die Tanzgruppe "Rouschoukleeche" aus Bulgarien zeigte beim Abendprogramm der 52. Europäischen Jugendwoche traditionelle Tänze aus Bulgarien.

Bei der Europäischen Jugendwoche treffen sich noch bis Samstag Jugendliche, die Tanzbegeisterung für Folklore verbindet. Tagsüber nehmen die 180 Jugendlichen aus Bulgarien, Mexiko, Deutschland, Lettland und Griechenland an Workshops teil und abends zeigt eine Gruppe, was sie tänzerisch zu bieten hat.

Am Montag Abend zeigten die Jugendlichen aus Ruse in Bulgarien ihr Können. Vor fünf Jahren waren sie schon einmal bei der Europäischen Jugendwoche gewesen. Nun hatten sie jedoch viele neue Tänzer im Alter von 16 bis 30 Jahren mitgebracht.

Die 26 Tänzer und vier Musiker präsentierten ein abwechslungsreiches Programm mit langsamen, leisen und schnellen Tänzen. Einige Tänze erzählten kleine Geschichten, etwa über das Verhältnis von Mädchen und Jungen oder zeigten, wie ein Junge von einer Gruppe Mädchen abgewiesen wird.

Dabei stellte die Gruppe Tänze aus verschiedenen Regionen Bulgariens dar und die Tänzer waren dabei immer in der traditionellen Tracht dieser Region gekleidet. Einige der Darbietungen beruhen auf 1300 Jahre alten Tänzen, andere waren wiederum modern.

Begleitet wurde die Gruppe von Musikern, die auf traditionellen bulgarischen Instrumenten auch Lieder zum Besten gaben. Die Folkloregruppe "Rouschoukleeche", deren Name an den alten Namen der Stadt Ruse angelehnt ist, gibt es bereits seit 1938.

Da die Gruppe in Bulgarien bekannt ist und oft an Wettbewerben teilnimmt, macht sie jedes Jahr Reisen in andere Länder. In Bulgarien besteht die Gruppe aus etwa 150 Tänzern im Alter zwischen sechs und 30 Jahren, die in insgesamt vier Altersgruppen eingeteilt sind.

Etwa 30 bis 40 Tänze werden in der Gruppe geübt, von denen sie allerdings bei der Europäischen Jugendwoche nur einen Teil präsentieren konnte.        (wke)